Innovationen

Thinking out of the box

Innovationen als Verbesserungen oder Neuerungen sind in der Offshore-Welt kein Selbstzweck. Hohe Risiken, unbarmherzige Umweltbedingungen auf See und der Kostendruck rechtfertigen jede Anstrengung, den technologischen und logistischen Herausforderungen der Offshore-Industrie mit neuen Ideen zu begegnen.
Wir können inzwischen auf über 28 Schutzrechtsanmeldungen für neue Fundamente, Komponenten und Verfahren verweisen.
Sehen Sie hier einige Auszüge.

Innovative PU-Beschichtung

Sperrklinkenverschluss

Gemeinsam mit unserem Partner BASF haben wir ein innovatives Beschichtungssystem               MasterSeal Offshore zur Marktreife entwickelt. Kostenreduktion für die Anwendung von Korrosionsschutz und Wartung sind jetzt möglich. Das Beschichtungssystem ist für den Offshore-Stahlschutz nach ISO 20340 und NORSOK M-501 durch das Fraunhofer Institut sowie für den kathodischen Korrosionsschutz durch IKS zertifiziert. Es ist ein langlebiges Beschichtungssystem, das ein hohes Schutzniveau in einem breiten Spektrum hinsichtlich Temperatur- und Klimabedingungen bietet. Eine sehr hohe Beharrlichkeit, niedrige Beschichtungskosten und ein zuverlässiger Schutz sind die Hauptmerkmale dieses Produktes. CAPEX- und OPEX-Kosten können durch die Verwendung dieses neuen Schutzsystems deutlich reduziert werden.

Das TEXBASE Hybrid-Schwerkraftfundament

TEXBASE

Das TEXBASE wurde entwickelt, um die Eigenschaften eines Schwerkraftfundaments mit denen einer leichten Unterkonstruktion zu kombinieren. Es besteht aus einer Standard-Unterkonstruktion vom Typ HEXABASE und einer Basisstruktur, die mit Sandballastanks ausgerüstet ist. Die Tanks werden aus einem sehr widerstandsfähigen synthetischen Textil hergestellt. Es ist wasserdurchlässig, so dass der gefüllte Sand im Tank absetzt und von Wasser getrennt wird. Die Meeresbodenbefestigung ist ein Stahlrahmen, der von Geo-Textilien bedeckt wird. Alle sechs Befestigungen verteilen die volle Last sanft in den Meeresboden. Das gesamte System hat ein Trockengewicht vor der Installation zwischen 450 bis 700 t. Die Masse des Ballastes könnte 3.000 t erreichen. Das TEXBASE benötigt keine zeitaufwendigen Seebodenvorbereitungen und kann mit einfachen Geräten und minimalem Geräuschpegel installiert werden. Eine Alternative mit suction buckets statt Fußelementen wird ebenfalls zur Verfügung stehen. Es bietet noch mehr Stabilität und wird auch die genaue Ausrichtung der Struktur während des Installationsprozesses vereinfachen.

TEXBASE ist ein Entwicklungsprojekt zusammen mit dem Stahlbauunternehmen conferdo GmbH & Co. KG, der Technischen Universität in Hessen und dem Franzius-Institut für Wasserbau und Küsteningenieurwesen an der Universität Hannover.

Das Projekt wurde mit der Finanzierung des zentralen Innovationsprogramms (ZIM) des Bundeswirtschaftsministeriums realisiert. Es wird 2017 fertiggestellt.

(Zum Patent angemeldet)

Der Snake-Node

Die Herstellung von Verbindungen sich kreuzender Rohrstränge ist vor allem bei Großrohren mit einem erheblichen Aufwand verbunden. Die komplexen Schnittkurven der aufeinander treffenden Rohrabschnitte erfordern präzises Arbeiten und sind oft gerade bei hohen Materialstärken schwer auszuführen.

Durch die Entwicklung eines unter dem Namen „Snake Node“ entwickelten Rohrknotens soll die Produktion von Rohrkreuzungen in Tragwerken vereinfacht werden. Er beruht auf der Möglichkeit, auch große Rohre zu kreisförmig gekrümmten Abschnitten biegen zu können, die anschließend durch eine Grobblechplatte miteinander verbunden werden. Dabei werden die Austrittswinkel der vier Rohrenden und der Abstand der gekrümmten Stücke zueinander so geplant, dass wie bei einem herkömmlichen Rohrknoten eine direkte Weiterleitung der einwirkenden Kräfte erfolgt.

Die bei der Fertigung anzuwendenden Schweißtechniken sind im Rahmen einer Massenproduktion weniger aufwändig, als bei der Verschweißung der Komponenten herkömmliche Großrohrknoten. Für den neuen Rohrknoten wird ein großes Marktpotential in vielen Bereichen des Stahlbaus und der Offshore-Industrie gesehen. (Zum Patent angemeldet)

Der STARFISH Pile Guide Frame

STARFISH

Bislang wurden Rahmen zur Ausrichtung von Rammpfählen bei der Errichtung von Offshore-Fundamenten ausschließlich für die einmalige Anwendung im jeweiligen Windpark angefertigt. Das Einführen der Pfähle geschieht heute nacheinander unter Wasser. Es erfordert oft den Einsatz von Tauchern oder ROV zur Beobachtung der Eintrittsöffnungen für den Rammpfahl.

Mit dem von der MOG geplanten sog. „STARFISH“-Rahmen soll dieser Vorgang vereinfacht werden. Der neue Rahmen ist für jeden Umfangkreis eines Offshore-Fundaments einstellbar und wird bereits an Deck für die Hexabase-Struktur mit den zu setzenden Pfählen beladen. Diese werden in einem Arbeitsgang auf dem Grund abgesetzt. Der STARFISH verfügt über ein hydraulisch gesteuertes Ausrichtungssystem, das für eine lotrechte Ausrichtung der Pfähle sorgt. Die Führungshülsen können für Pfähle mit einem Durchmesser von 1,8 bis 2,9 Metern adaptiert werden. Je nach Anzahl der montierten Arme können drei bis sechs Pfähle gleichzeitig auf dem Grund positioniert werden. Durch den Einsatz des STARFISH sind erhebliche Zeitersparnisse möglich und die Genauigkeit beim Pre-Piling wird erhöht. (Zum Patent angemeldet)

Sperrklingenverschluß für Fundamentfüße

Sperrklinkenverschluss

Die Befestigungsmethode der Sperrklinke soll mit dieser Erfindung bei der Fixierung der Fundamente nach dem Absenken auf die in den Boden geschlagenen Piles verwendet werden. Die im Fuß montierten Sperrklinken rasten dabei federgetrieben in einen im Inneren des Piles befindlichen Haltering ein.

Bis zur endgültigen Befestigung durch das Grouting wird das Fundament sicher in Position gehalten. Somit kann sich das Kranschiff sofort zu einem anderen Bauplatz begeben. In einer weiteren Variante wird der Haltering schraubbar ausgeführt werden, um eine einfache Ausrichtmöglichkeit nach dem Einschlagen der Pfähle bieten zu können.

Durch die gewonnene Zeit werden erhebliche Kosten gespart, denn für das Grouting werden keine sehr kostenintensiven Schiffseinheiten benötigt. Die neue Technik ist sowohl für Jackett-Fundamente als auch für Monopiles anwendbar. (Zum Patent angemeldet)