Nachhaltig - sichere Grundlagen für Offshore-Windkraftanlagen

BESSERE TECHNOLOGIE UND BESSERER SERVICE ERMÖGLICHEN EFFIZIENTE GRÜNDUNGEN FÜR OFFSHORE-WINDKRAFTANLAGEN.

 Die Windkraft soll künftig einen deutlich größeren Anteil an der Energiegewinnung haben als bisher. Das größte Potenzial sehen Experten bei Offshore-Anlagen, die nicht auf dem Festland, sondern auf dem offenen Meer installiert werden. Dort weht der Wind nicht nur kräftiger und konstanter, sondern eröffnet auch die Möglichkeit, Windenergie effizient zu nutzen sowie echte Alternativen zu konventionellen Kraftwerken zu schaffen.

Um Anlagen dieser Art installieren zu können, bedarf es ausgeklügelter Konzepte. Denn die mehrere 100 Tonnen schweren Kolosse müssen nicht nur allen Windstärken und Wellenlasten standhalten, sondern auch der unterschiedlichen Charakteristika der Turbinen gerecht werden. Windenergieanlagen im Offshore-Bereich benötigen deshalb eine sichere Gründung, die unter schwierigsten Voraussetzungen erfolgt. Bisher hat sich noch keine einheitliche Technik zum Bau der sogenannten Jackets, Strukturen unter den Windtürmen, durchgesetzt.
ThyssenKrupp entwickelt zusammen mit einem Ingenieurbüro derzeit beispielsweise mit Hexabase eine besonders stabile und gleichzeitig effizient zu fertigende Gründungsstruktur für solche Fundamente. Die Strukturen sollen möglichst standardisiert und automatisiert zu fertigen sein.
Wichtigste Voraussetzung dafür ist, dass ein Großteil der ein­gesetzten Rohre aus Warmbreitband hergestellt wird. Dieses Warmbreitband, mit einer maximalen Dicke von 25,4 Millimetern, lässt sich deutlich leichter zu Konstruktionsrohren verarbeiten als die bislang vorwiegend eingesetzten Quartobleche. Die geschweißten Rohre haben einen einheitlichen Durchmesser. Die Knotenpunkte sind ebenfalls standardisiert, so dass zukünftig Schweißroboter die Rohre und Knotenpunkte vollautomatisch verbinden. Das funktioniert nicht nur schneller und kosteneffizienter, sondern sichert durch den computergesteuerten Schweißprozess auch die gleichbleibende Qualität der Schweißnähte.
Weitere Besonderheit: Die für solche Fundamente vergleichsweise geringen Durchmesser und Wanddicken der Rohre ermöglichen den Bau einer sechseckigen Fachwerkkonstruktion, die die dynamischen Kräfte der Windturbinen besonders gut aufnehmen und zudem mit geringem Aufwand an die unterschiedlichen Wassertiefen angepasst werden kann.
Für die Zukunft ist geplant, dass ThyssenKrupp auch die komplette Projektsteuerung der Aufträge bei der Fertigung übernimmt. Unsere Kunden, meist große Konzerne, haben damit einen ebenfalls global agierenden Vertragspartner auf Augenhöhe und profitieren von dessen Kompetenzen zum Beispiel bei Projektmanagementstandards und Haftungsregelungen. Außerdem bringt ThyssenKrupp die nötige Erfahrung zur Finanzierung von Großprojekten mit. Offshore-Windparks umfassen heute meist 80 Windräder und mehr, so dass das Finanzierungsvolumen der 80 Fundamente im dreistelligen Millionenbereich liegen wird.

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